Bauchtanz
Bauchtanz
hat eine lange Geschichte. Er stammt
ursprünglich
aus dem Orient, weshalb er auch oft als orientalischer Tanz bezeichnet
wird. Bereits die alten Ägypter kannten ihn und er wurde auf
vielen Wandbildern dargestellt. Mit dem Siegeszug des Islams im Orient,
wurde der Bauchtanz in ein zwiespältiges Licht
gerückt. In der Öffentlichkeit wurde er von
Zigeunerinnen aufgeführt und war nur bei der einfachen
Bevölkerung beliebt. Hingegen in den vornehmen
Häusern tanzten einheimische Frauen. Diese
Tänzerinnen waren keinesfalls Mätressen, sondern
gebildete und poetische Unterhalterinnen.
Die Kreuzzüge brachten das erste mal Eindrücke des Bauchtanzes nach Europa. In den prüden Zeiten des Christentums wurde er oft als Beispiel für die Sittenlosigkeit der Muslime herangezogen. Später brachten Orientalisten, wie Gustav Flaubert, ihre Eindrücke des Bauchtanzes mit nach Europa. Die Zeichnungen und Beschreibungen verklärten das Bild des Orients zu einem Märchen aus 1001 Nacht. Natürlich entdeckte auch Hollywood den Bauchtanz und machte in weltweit bekannt und salonfähig. Mit den Einwanderungswellen aus dem Orient, kam Bauchtanz endgültig nach Europa und Amerika. Das Interesse am Bauchtanz ist seitdem ungebrochen und wird regelmäßig wieder entfacht, unter anderem durch Künstlerinnen wie Shakira.
Bauchtanz
trainiert den
Körper auf sanfte Weise, daher ist er
für alt und
jung geeignet. Die Muskeln werden gestrafft, und das
Körpergefühl steigt, während sich
gleichzeitig die Körperhaltung verbessert. Bereits nach dem
ersten Training werden Sie die Erfahrung machen, dass der durch seine
sanften Bewegungen so schön anzusehende Tanz, sehr anstrengend
ist. Es erfordert Übung und vor allem Kondition. Wenn Sie
regelmäßig trainieren, haben Sie ein Fitnessprogramm zusätzlich absolviert. Bereits nach kurzer Zeit werden Sie
über verschiedene Tanzschritte und Bewegungen
verfügen, dass ein Bauchtanz vorgeführt werden kann.
Das nötige Kostüm gibt es in vielen Farben und
Formen, der Bauchtanz macht damit doppelt soviel Spaß
– das Kostüm unterstützt die Bewegungen und
lassen sie noch schwungvoller aussehen.
Bauchtanz wird immer von einer Grundstellung aus getanzt. Möchten Sie es einmal probieren, dann versuchen Sie es einfach. In der Grundstellung werden die Füße parallel auf Schulterbreite nebeneinander gestellt. Der Rücken ist gerade, die Arme sind locker neben dem Körper, und die Knie sind leicht nach außen gebeugt. Versuchen Sie ein Knie nach innen durchzudrücken, dabei wird sich die Hüfte bewegen. Damit ist die Grundstellung schon kein Problem mehr für Sie.
Bauchtanz wird durch die Bewegungen der Arme noch anmutiger. Sie bleiben in der Grundstellung stehen, und Ihre Arme beugen Sie leicht nach außen ohne die Schultern zu heben. Die Handflächen zeigen dabei zum Körper. Nun heben Sie langsam die Handflächen auf Schulterhöhe an und wenden den Kopf nach rechts. Bemerken Sie die Anmut in dieser Bewegung. Weiter kann diese Armbewegung nach oben erfolgen, so dass sich die Handgelenke über dem Kopf kreuzen.
Bauchtanz
bewegt natürlich auch den Bauch. Das
geschieht durch
ein Zusammenspiel von Atmung
und Muskulatur, ebenso wie durch das
Bewegen der Hüften. Die Grundstellung einnehmen und die Ferse
langsame vom Boden anheben, dabei bewegt sich die Hüfte nach
oben. Weiter wird die Hüfte langsam etwas nach außen
geschoben und dabei die Ferse wieder abgesenkt. Anschließend
heben Sie die andere Verse ebenso an und Senken sie wieder. Die
Hüften werden eine kreisende Bewegung ergeben. Am einfachsten
lässt sich das Ergebnis vor einem Spiegel verfolgen. Um den
Eindruck des Kreisens zu verstärken, können Sie sich
einen Schal oder ein Tuch um die Hüfte binden.
Bauchtanz lässt nun bereits die Hüfte kreisen. Der
nächste Schritt ist die Vorwärtsbewegung, dazu wird
der die Ferse angehoben und das andere Knie durchgedrückt. Die
eine Seite der Hüfte hebt sich. Der Fuß zeichnet mit
der Zehspitze einen kleinen Halbkreis auf dem Boden und wird dann
abgesetzt. Dasselbe wird am anderen Bein wiederholt. Stellen Sie sich
dabei ruhig vor den Spiegel, die Bewegung ist anmutiger, als Sie es
sich vorstellen. Bei dieser Bewegung werden die Arme bis auf
Taillenhöhe ausgestreckt angehoben und entgegen der
Beinbewegung gedreht. Ist der linke Fuß vorn, muss also der
recht Arm vor sein. Die Hände sollen nicht
herunterhängen, sondern ausgestreckt sein. Die Finger leicht
spreizen.
Bauchtanz
ist ein Spiel mit den Bauchmuskeln
und der
Atmung.
Dafür nehmen Sie die Grundstellung ein, atmen Sie tief in den
Bauch ein. Der Bauch soll sich dabei aufblähen, auch wenn es
im ersten Moment unvorteilhaft erscheint. Nun wird langsam der Bauch
eingezogen, dabei wird er nicht gleichzeitig mit einem Mal
verschwinden, sondern sich langsam von oben her bewegen. Diese Bewegung
muss öfters wiederholt werden, und das Ergebnis wird Sie
erstaunen. Sie sehen also, dass Bauchtanz gar nicht schwer ist.
Bauchtanz bietet noch unzählige Figuren und
Bewegungsmöglichkeiten zum Schluss wird das Becken einseitig
gedreht. Dafür nehmen Sie die Grundstellung ein und setzen
einen Fuß mit dem Vorwärtsschritt vor. Setzen Sie
nur die Fußspitze auf den Boden auf und drehen Sie die
dazugehörige Hüfte leicht vorne. Nun brauchen Sie nur
das Knie leicht zu beugen und zu strecken, die Hüfte bewegt
sich dabei sehr anmutig auf und ab.